Das Finanzamt in Bad Hersfeld.

Hessisches Ministerium der Finanzen

Hessens Steuerverwaltung bekennt sich mit modernen Konzepten klar zum Standort Hersfeld-Rotenburg

Hessens Steuerverwaltung stärkt den Ausbildungs- und Studienort Rotenburg und macht gleichzeitig das Finanzamt in Bad Hersfeld zum modernen Verwaltungsstandort. Rund 10 Millionen Euro wird das Land in die fortlaufende Modernisierung des Studienzentrums investiert haben, wenn die Arbeiten in den nächsten Jahren zu Ende gehen. Gleichzeitig wird das Finanzamt zukunftsfest aufgestellt. Das Amt soll zukünftig komplett im Hauptsitz in Bad Hersfeld untergebracht werden. Die Verwaltungsstelle Rotenburg wird aufgelöst, mittelfristig ebenso eine kleinere Anmietung in Bad Hersfeld. Alle Arbeitsplätze bleiben erhalten. Für den Bürgerservice ändert sich praktisch nichts. Das Land hat am Studienzentrum in Rotenburg weiterhin gut 200 Beschäftigte.

Zitate Finanzstaatssekretär Uwe Becker:

„Der Kreis Hersfeld-Rotenburg ist und bleibt ein wichtiger Standort für die Hessische Steuerverwaltung. Das gilt insbesondere für Rotenburg, das Herzstück unserer Ausbildung. 2300 junge Menschen studieren dort derzeit für ihren Einsatz in Steuer- und Justizverwaltung. So viele wie nie zuvor. Gut 200 Beschäftigte haben wir am Studienzentrum.“

„Mit der Unterbringung aller Beschäftigter des Finanzamts in Bad Hersfeld und den vorausgehenden Modernisierungen des landeseigenen Gebäudes dort machen wir das Amt zukunftsfest. Wir bieten auch weiterhin sichere und attraktive Arbeitsplätze für die Region. Gerade das Amt in Bad Hersfeld hat davon profitiert, dass wir Arbeitsplätze raus aus den Ballungsräumen in ländlicher gelegene Ämter verlagern. Rund 45 zusätzliche Arbeitsplätze sind dadurch in Bad Hersfeld angekommen.“

Fragen und Antworten

Das Finanzamt ist derzeit auf drei Gebäude in zwei Orten verteilt: zwei in Bad Hersfeld und eines in Rotenburg. Der Hauptstandort mit rund 170 Beschäftigten liegt in Bad Hersfeld in der Straße „Im Stift“. Schlussendlich sollen dort alle Beschäftigten des Finanzamts arbeiten. Das Gebäude wird in den kommenden Jahren saniert und modernisiert. Es bietet nach Abschluss der Arbeiten dank moderner und flächeneffizienter Bürokonzepte ausreichend Platz auch für die rund 20 Beschäftigten, die derzeit in angemieteten Büros in der Straße „Im Hubertusweg“ in Bad Hersfeld arbeiten. Die Anmietung kann dann beendet werden. Schließlich arbeiten derzeit rund 25 Beschäftigte in der Verwaltungsstelle Rotenburg in der Dickenrücker Straße. Sie können spätestens im Frühjahr 2026 ebenfalls im Hauptstandort in Bad Hersfeld untergebracht werden.

Mobiles Arbeiten von zu Hause und andere Abwesenheiten führen dazu, dass im Finanzamtsgebäude in Rotenburg regelmäßig nur noch wenige der rund 25 Beschäftigten das auf bis zu 50 Personen ausgelegte Haus nutzen. Eine fortgesetzte Nutzung auf diesem Niveau ist weder personalpolitisch, organisatorisch noch wirtschaftlich sinnvoll. Zudem stünde im Gebäude unter anderem eine kostenintensive Investition in die für die Steuerverwaltung besonders wichtige IT-Infrastruktur an. Die Steuerverwaltung ist eine der digitalsten Verwaltungen und hat zudem aufgrund der Sensibilität der Daten besondere Anforderungen. Auch diese Investition wäre angesichts der geringen Größe der Dienstelle nicht wirtschaftlich.

Die Unterbringung an einem Standort hat keine Auswirkungen auf die Zahl der Beschäftigten. Alle derzeitigen Beschäftigten werden auch künftig für das Finanzamt arbeiten. Für einen beträchtlichen Anteil der Beschäftigten, die derzeit noch in Rotenburg arbeiten, verkürzt sich sogar der Weg zur Arbeit, da sie näher an Bad Hersfeld als an der bisherigen Dienststelle wohnen.

Die Hessische Steuerverwaltung bündelt seit einigen Jahren Aufgaben – wann immer es inhaltlich sinnvoll ist – in ländlicher gelegenen Finanzämtern und verlagert Arbeitsplätze dorthin. Davon profitiert auch das Finanzamt Hersfeld-Rotenburg mit rund 45 zusätzlichen Arbeitsplätzen.

Für die Steuerbürgerinnen und Steuerbürger vor Ort wird es praktisch keine Änderungen geben. Der Bürgerservice der Finanzämter erfolgt hessenweit fast ausschließlich digital und telefonisch. Die verbleibenden Vor-Ort-Termine im Finanzamt Hersfeld-Rotenburg finden schon heute weit überwiegend in Bad Hersfeld statt. 

Über eine Nachnutzung des landeseigenen Gebäudes in Rotenburg ist noch nicht entschieden. Die Anmietung in Bad Hersfeld kann perspektivisch aufgegeben werden.

Rotenburg bleibt das Herz der Ausbildung der Steuer- wie der Justizverwaltung in Hessen. Für das Land arbeiten am Studienzentrum der Finanzverwaltung und Justiz 200 Beschäftigte in Rotenburg. Derzeit ermöglichen sie der Rekordzahl von 2300 Studierenden der Finanz- und der Justizverwaltung ihre Ausbildung. Die Hessische Steuerverwaltung investiert rund 10 Millionen Euro in die fortlaufende Modernisierung und den weiteren Ausbau des Standorts Rotenburg.